Geburtsvorbereitende Akupunktur(GVAT) in Paderborn

Ablauf, Nutzen und für wen es sinnvoll sein kann

Beitrag erstellt von Almut Reineke, Hebamme, TCM-Therapeutin, Heilpraktikerin & EEH-Eltern-Baby-Therapeutin


Du bist in der Endphase deiner Schwangerschaft angekommen. Du bist voller Vorfreude auf dein Baby, und gleichzeitig kreisen die Gedanken. Was erwartet mich bei der Geburt? Bin ich dem gewachsen? Wie halte ich das Warten aus?

Und dann ist da manchmal dieser stille Anspruch, „alles richtig machen“ zu müssen. Als wäre Geburt etwas, das man perfekt vorbereiten kann.

Findest du dich in diesen Zeilen wieder? Dann bist du nicht allein. Perfektionismus ist ein Teil unseres Zeitgeistes und nein, du musst nicht perfekt sein!

Als Hebamme, die jahrelang Geburten begleitet hat, weiß ich, die Geburt ist vor allem eine intensive Körpererfahrung und Teamarbeit. Dein Baby ist ebenso daran beteiligt, wie das physiologische Programm Geburt in Dir. Es braucht Vertrauen in den eigenen Körper, einen sicheren Kontakt zum Baby und empathische, gut ausgebildete Geburtsbegleiter:innen rund um und vor allem auch während der Geburt.

Geburtsvorbereitende Akupunktur (GVAT) kann in dieser Phase ein ruhiger, klarer Baustein sein. Nicht als „Optimierungsprojekt“, nicht als Garantie für eine bestimmte Geburt – sondern als Unterstützung für deinen Körper und dein Nervensystem, und damit auch für die Verbindung zu deinem Teampartner, deinem Baby. Gut ist die Vorbereitung eher dann, wenn sie sich mehr nach Ankommen als nach Abarbeiten anfühlt.

Was ist geburtsvorbereitende Akupunktur (GVAT) – und was nicht?

GVAT ist eine Akupunkturbehandlung aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), die im späten Schwangerschaftsverlauf eingesetzt wird.

Wichtig ist mir die Einordnung:

  • GVAT kann unterstützen, Funktionen im Körper regulieren und entlasten.
  • GVAT ist keine Geburtseinleitung.
  • GVAT kann keine „Bilderbuchgeburt“ versprechen.
  • GVAT ersetzt keinen Geburtsvorbereitungskurs und die Begleitung in Schwangerschaft und Wochenbett durch deine Hebamme

In Deutschland wird GVAT häufig nach dem Mannheimer Schema (nach Römer) durchgeführt.

Auch ich orientiere mich am Mannheimer Schema.

Wann starten mit GVAT – und wie viele Termine sind sinnvoll?

Empfohlen wird ein Beginn ab der 36. Schwangerschaftswoche (35+ SSW).

Typisch ist:

  • 1 Termin pro Woche bis zur Geburt
  • das bedeutet in der Regel zwischen 4–6 Sitzungen bis zur Geburt
  • es werden zunächst einmal wöchentlich 3 Akupunkturpunkte pro Unterschenkel genadelt: Ma 36 (Zusanli , „Göttlicher Gleichmut“ ist ein Mitte stärkender, Magen stärkender, ausgleichender Punkt auf dem Magenmeridian), Mi 6 (Sanyinjiao, zusammen mit Ma 36 stärkt er Qi und Blut, wirkt hormonell unterstützend, beruhigt den Geist), und Gb 34 (Yanglingquan ist der Meisterpunkt der Muskeln und Sehnen)
  • ab der 37 + SSW kommt je ein Punkt an beiden kleinen Zehen dazu, Bl 67(Zhiyin, als stärkster Tonisierungspunkt des Blasenmeridians hat er eine anregende Wirkung auf die Gebärmutter).
  • Ist der errechnete Geburtstermin überschritten wird weiter 1 mal wöchentlich bis zur Geburt akupunktiert

Qi ist ein zentraler Begriff in der chinesischen Philosophie. Es wird oft mit „Lebensenergie“ übersetzt. Dies ist eine unvollständige, ungenaue Übersetzung. Das Symbol für Qi besteht aus Dampf (immateriell) und Reis (materiell) und ist in der chinesischen Vorstellung die Basis aller Erscheinungsformen im Universum. Qi kann also viele Formen annehmen. Eine Form von Qi fließt in den sogenannten Meridianen im Körper. Wir spüren das Qi im Körper als Vitalität, Kraft und Wärme. Ist unser Qi im Mangel, fühlen wir uns schlapp und müde. Die Funktionen im Körper laufen auf Sparflamme. Mit den Akupunkturnadeln an den Akupunkturpunkten auf den Meridianen kann ich das Meridian-Qi beeinflussen.

Blut (Xue) dagegen ist eine materielle Form von Qi. Es nährt unseren Körper und Geist. Es lässt uns gut zur Ruhe kommen und regenerieren. Fehlt uns Xue, sind wir dünnhäutig, angespannt und schreckhaft. Wir finden trotz Erschöpfung nicht zur Ruhe und in den erholsamen Schlaf.

Das Vorgehen des Mannheimer Schemas verspricht eine gute, anhaltende Wirkung der Akupunktur. Der Plan ist aber kein „Muss“. Wir schauen gemeinsam, was für Dich gerade passt und stimmig ist.

Welchen Sinn kann GVAT haben?

Die Intention der GVAT ist die Stärkung der körperlichen Verfassung der Schwangeren. In der Chinesischen Medizin stärken die Akupunkturpunkte des Mannheimer Schemas vor allem Blut und Qi – die Ressourcen, die rund um Geburt, Wochenbett und Stillzeit besonders gebraucht werden.

Aus Sicht der Geburtshilfe wird im Kontext des Mannheimer Schemas u. a. beschrieben:

  • Unterstützung der Zervixreifung – damit ist die Auflockerung und Verkürzung des Gebärmutterhalses gemeint.
  • Die Koordination der Wehentätigkeit unter der Geburt wird günstig beeinflusst – das kann z.B. weniger Wehenschwäche unter der Geburt bedeuten.
  • In einer wissenschaftlichen Studie wird, insbesondere für Erstgebärende, von einer durchschnittlich um 2 Stunden verkürzten Eröffnungsphase unter der Geburt berichtet.
  • Lästige Schwangerschaftsbeschwerden wie Ödeme und Sodbrennen können günstig beeinflusst werden
  • Der regelmäßige Kontakt zur Hebamme bei der Akupunktur in der letzten Phase der Schwangerschaft, kann Entlastung schaffen und mehr Sicherheit und Vertrauen geben in den Prozess der Geburt

Ablauf: Wie läuft ein GVAT-Termin bei FRAU & KIND in Paderborn ab?

Ein Termin darf vor allem eines sein: ein sicherer Entspannungsraum.

So läuft ein Termin typischerweise ab:

  1. Ankommen und kurzes Gespräch: Wir gleichen kurz ab, wie es dir gerade geht. Was gab es Besonderes bzgl. der Schwangerschaft? Was gab es bisher für Reaktionen auf die Akupunktur? Bei der ersten Akupunktur ist eine Abklärung auf Kontraindikationen, möglichen Nebenwirkungen und Kosten der Sitzungen erforderlich.
  2. Akupunktur im Sitzen oder in Seitenlage: Eine bequeme, sichere Position ist bei der Akupunktur wichtig. Bei der Lokalisation und beim Nadeln setzen kündige ich meine Vorgehensweise detailliert an, damit du immer die Kontrolle behältst.
  3. Akupunktur und Ruhezeit (ca. 20–25 Minuten): Die Nadeln bleiben 20 – 25 Minuten in Ruhe liegen. Dabei sollte deine Entspannung von keinerlei Missempfindungen gestört werden. Ein angenehmes Schweregefühl im Körper, ein wohliges Wärmegefühl oder ein zur Ruhe kommen der Gedanken wird durch die Wirkung der Nadeln unterstützt und ist gewollt. Für ein Nach-innen-Lauschen zum Baby, das in Kontakt Gehen mit dem Baby ist das ein guter Nährboden.
  4. Kurzer Abschluss und Zeit für Fragen: Was meldet dein Körper? Was beschäftigt dich bzgl. der Geburt heute? Wie gehst du mit der “Wartesituation” um? Wie geht es Dir im Kontakt mit dem Baby? Als Hebamme habe ich ein offenes Ohr für deine Gedanken, Sorgen und Fragen.

Meine Haltung dabei ist klar: Du musst hier nichts leisten. Es geht um Sicherheit, Zuversicht und Entlastung.

Für wen kann GVAT besonders passend sein?

GVAT kann für viele Schwangere eine stimmige Unterstützung sein. Als Hebamme und EEH-Eltern-Baby-Therapeutin ist mir vor allem dein Körpervertrauen, deine körperliche Entlastung und innere Sicherheit ein besonderes Anliegen

GVAT kann gut zu dir passen, wenn du…

  • erstgebärend bist und merkst, wie groß die Fragen werden, je näher die Geburt rückt.
  • dich nach einem regelmäßigen „Anker“ sehnst, der dich aus dem Gedankenkarussell holt.
  • spürst, dass der Anspruch „alles richtig zu machen“ dich unter Druck setzt
  • eher zur Anspannung, Sorgen oder Grübeln neigst und dir Unterstützung beim Runterfahren wünschst.
  • typische Beschwerden im Endspurt hast (zum Beispiel Sodbrennen, Ödeme, Unruhe, Schlafstörungen).
  • dich außerdem Fragen rund um Bindungsthemen interessieren und dir eine bindungszentrierte Beratung wichtig ist.

GVAT ist kein Hinweis darauf, dass du „es nicht alleine kannst“. Es kann vielmehr ein Ausdruck von guter Selbstfürsorge sein.

Mini-Rituale für zu Hause

Erinnerst du dich? “Die Geburt ist vor allem eine intensive Körpererfahrung und Teamarbeit mit deinem Baby und dem körperlichen „Programm“ Geburt. Hier ein paar Ideen für zu Hause:

  • Leg eine Hand auf den Bauch. Die andere Hand kannst du auf deine Herzregion legen. Lausche mehrere Atemzüge nach innen zum Baby. Wie wäre es dann mit dem Satz: „Wir machen das Schritt für Schritt.“
  • Stell deine Füße fest auf dem Boden . Gehe mit deiner Aufmerksamkeit in den Kontakt deiner Fußsohlen zum Boden. Spüre förmlich, wie sich deine Fußsohlen mit dem Boden unter deinen Füßen verbinden. Sorge für Wärme an den Füßen. (Wollsocken, Wärmflasche, Fußbad).
  • Erlaube deinem Körper sanfte Bewegungen z.B. auf dem Pezziball. Du kannst dich dabei begleiten lassen von deiner Lieblingsmusik. Die Füße setzt du dabei wieder fest auf den Boden. Halte dich mit den Händen z. B. an einer Tischkante oder einer Wand fest. Öffne deinen Mund ein wenig und bewege deine Kiefermuskulatur sanft und langsam. Lass es zu, dass sich die Schultern und das Becken sachte und weich mit bewegen. Das Motto lautet auch hier: Genießen statt arbeiten! Wie findet dein Baby diese kleine Entspannungs-Genuss-Übung?
  • Apropos Genuss – gönn Dir regelmäßig ein warmes Powerfrühstück – gekochtes Getreide mit gegartem Gemüse oder Obst, süß oder pikant gewürzt, mit Nüssen, Samen nach Verträglichkeit schmackhaft verfeinert kann eine gute Grundlage für ausreichend Blut und Qi sein.
    Rezepte und Ideen gibt es bei mir.

Machbar und oft überraschend wirksam!

Häufige Fragen (FAQ)

Tut Akupunktur weh?

Es kann einen kurzen “Pieks” beim Setzen der Nadeln geben. Dann sollte sich das Gefühl schnell beruhigen – und: Du musst nichts aushalten. Wir passen alles so an, dass es sich für dich gut und sicher anfühlt.

Kann GVAT Wehen auslösen?

GVAT ist nicht dafür da, Wehen „zu machen“. Trotzdem ist die Frage absolut berechtigt. Wir schauen immer individuell, was gerade stimmig ist, und entscheiden sorgfältig.

Was ist, wenn ich Angst vor Nadeln habe?

Das ist häufiger der Fall als viele denken. Wir gehen langsam vor, ich erklären jeden Schritt und du behältst die Kontrolle. Du darfst und kannst jederzeit Stopp sagen.

Wie entscheide ich, ob GVAT für mich sinnvoll ist?

Eine gute Entscheidung fühlt sich selten nach mehr Druck an. Eher nach: „Das könnte mir gut tun.“ Wenn du unsicher bist, kann ein kurzes Gespräch mit deiner Hebamme oder in meiner kostenlosen Videosprechstunde eine gute Entscheidungshilfe sein.

Was kostet die Akupunktur?

Grundsätzlich rechne ich in meiner Praxis nach Zeit ab. In der Regel brauchen wir für die geburtsvorbereitende Akupunktur (GVAT) 30 Minuten. Dann berechne ich für die Sitzung 44,- Euro.

Fazit

Geburtsvorbereitende Akupunktur (GVAT) kann im Endspurt der Schwangerschaft einen ruhigen und Sicherheit gebenden Rahmen schaffen für körperliche Entlastung und Regulation sorgen, sowie das Vertrauen in deinen Körper stärken.

Termine in meiner Praxis

Wenn du in Paderborn oder in der Umgebung wohnst und überlegst, ob GVAT für dich ein passender Baustein sein könnte, melde dich gern bei mir.

Auf meiner Angebotsseite zur  Akupunktur findest du weitere Informationen zu Ablauf, Dauer, Kosten sowie die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme und Terminvereinbarung zur Akupunktur/TCM.


Shonishin in Paderborn

Akupunktur ohne Nadeln für Babys und Kleinkinder

Beitrag erstellt von Almut Reineke, Hebamme, Heilpraktikerin & EEH-Eltern-Baby-Therapeutin

Eltern in und um Paderborn wünschen sich für ihr Baby eine ganzheitliche, naturheilkundliche Unterstützung – und gleichzeitig können sie sich Akupunktur für ihr Baby nicht vorstellen. Wenn sie das Wort „Akupunktur“ hören, denken sie an Nadeln. Nadeln und Babys? Das passt für viele auf den ersten Blick nicht zusammen.

In meiner Naturheilpraxis FRAU & KIND in Paderborn Elsen biete ich Shonishin an: eine japanische Form der Kinderakupunktur, die ganz ohne Nadeln auskommt und speziell für Babys und Kinder entwickelt wurde. In diesem Artikel erfährst du, was Shonishin ist, wie eine Behandlung abläuft und wobei sie dein Kind unterstützen kann.

Was ist Shonishin?

Shonishin stammt aus Japan und gehört zur Traditionellen Japanischen Medizin (TJM). Das Besondere:

Es handelt sich um eine Akupunktur ohne Stechen.

Es wird nicht in die Haut eingestochen. Stattdessen kommen feine Streich-,Klopf- und Vibrationstechniken auf der Haut zum Einsatz.
Behandelt werden bestimmte Hautareale: Akupunkturpunkte, Meridiane und Reflexzonen.

Shonishin wurde speziell für Babys und Kinder (vor der Pubertät) entwickelt. Kinder reagieren sehr sensibel auf Berührung und Reize – deshalb arbeitet Shonishin mit sehr wenig, dafür aber mit gezielt eingesetzter Stimulation.

Wie wirkt Shonishin bei Babys und Kleinkindern?

Aus Sicht der TJM und aus meiner Praxiserfahrung wirkt Shonishin vor allem über:

  • das vegetative Nervensystem
  • die Beeinflussung des Energieflusses (Qi) im Körper
  • die Selbstregulationskraft des kindlichen Organismus

Sanfte Reize auf der Haut können:

  • das Nervensystem beruhigen oder ausgleichend wirken
  • Spannungszustände regulieren
  • Verdauung und Schlafrhythmus positiv beeinflussen
  • das Immunsystem anregen und stärken
  • funktionelle Störungen verbessern oder beheben

Gerade Babys und Kleinkinder brauchen oft keine „großen“ Eingriffe, sondern kleine, feine Impulse, die ihrem Körper helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Bei welchen Beschwerden kann Shonishin unterstützen?

In meiner Praxis in Paderborn setze ich Shonishin vor allem bei funktionellen Störungen von Babys und Kleinkindern ein, zum Beispiel:

  • Unruhe und KISS-Syndrom – Wenn dein Baby schwer zur Ruhe findet, viel weint, sich kaum ablegen lässt oder sehr schnell überreizt ist, sich überstreckt oder eine bestimmte Lagerungsseite bevorzugt
  • Schlafprobleme – Wenn Einschlafen und Durchschlafen (altersabhängig) schwierig sind, dein Kind nur in Bewegung (Tragen, Autofahren, Kinderwagen) zur Ruhe kommt oder kaum in einen entspannten Schlaf findet.
  • Verdauungsbeschwerden und Blähungen – Wenn der Bauch häufig gespannt ist, dein Baby viel drückt, pupst, sich krümmt oder immer wieder mit Bauchweh kämpft.
  • Wiederkehrende Infektanfälligkeit und/oder leichte Hautthemen – Als begleitende, regulierende Methode, um das System zu stärken.

Wichtig ist mir eine ehrliche Einordnung:

Shonishin ist eine ergänzende, regulierende Behandlung. Sie ersetzt keine medizinische Abklärung und auch keine notwendige schulmedizinische Behandlung. Ich arbeite gern im Zusammenspiel mit deiner Kinderärztin oder deinem Kinderarzt.

Wie läuft eine Shonishin‑Behandlung in meiner Praxis ab?

Die Behandlung an sich ist tatsächlich eher unspektakulär und recht kurz. Bei Kleinkindern braucht es häufig eine Eingewöhnungszeit, für Vertrauen und ein Einverständnis in die Behandlung.

So sieht ein typischer Termin mit Shonishin in meiner Praxis aus:

1. Ankommen und Gespräch

Zunächst nehmen wir uns Zeit für:

  • deine Beobachtungen im Alltag mit deinem Baby
  • Schwangerschaft und Geburt (falls relevant)
  • aktuelle Beschwerden, Diagnosen und Behandlungen
  • deine Fragen und Sorgen

Ich verbinde dabei meinen TCM/TJM‑Blick mit meinem Hintergrund in bindungsorientierter Eltern‑Baby‑Arbeit (EEH):

Es geht immer um den ganzen Menschen.

2. Shonishin‑Behandlung

Dein Baby bleibt möglichst in deinem Kontakt – auf deinem Arm, auf deinem Schoß oder neben dir.

  • Mit einer kleinen, stumpfen „Nadel“ (einem speziellen Metallinstrument)
    • streiche,
    • klopfe
    • oder drücke ich sanft mit Vibration auf ausgewählte Bereiche der Haut.
  • Ich orientiere mich an bestimmten Meridianverläufen und Zonen, die für die aktuelle Beschwerde relevant sind.
  • Die Behandlung ist nicht invasiv und absolut schmerzfrei.
  • Bei Babys dauert der eigentliche Shonishin‑Teil oft nur wenige Minuten.

Dein Baby zeigt mit seiner Körpersprache sehr klar, wann es genug ist. Das Tempo richte ich immer an der aktuellen Belastbarkeit und Tagesform aus.

3. Nachbesprechung und Übungen für zuhause

Zum Abschluss:

  • besprechen wir die Reaktion deines Kindes während der Behandlung
  • ich erkläre dir, was ich wahrgenommen habe
  • wir klären, ob und in welchen Abständen weitere Termine sinnvoll sind (in der Regel sind das 4-5 Behandlungen)

Shiatsu-Handgriffe oder Berührungssequenzen aus dem Basic-Bonding-Programm ergänzen die Therapie oft optimal. Mit einfachen, sanften Druck‑ oder Streichübungen, die du zu Hause einsetzen kannst, unterstützt du Die Behandlung mit kleinen Berührungssequenzen.

Tut Shonishin meinem Baby weh?

Diese Frage wird mir häufig gestellt – und das völlig zu Recht.

Die kurze Antwort lautet: Nein.

Shonishin ist eine nicht invasive Methode. Sie wurde entwickelt als Akupunktur ohne Nadeln für besonders empfindliche und verletzliche Patient:innen.

  • Es wird nicht gestochen, sondern nur die Hautoberfläche berührt.
  • Die meisten Babys empfinden die Behandlung eher wie eine kurze, ungewohnte Form von Massage.
  • Manche Kinder reagieren während oder nach der Behandlung mit Weinen – das kann Teil einer Entladung und Regulation sein (ähnlich wie nach einem aufregenden Tag). Ich begleite das sehr aufmerksam und feinfühlig.

Du darfst jederzeit „Stopp“ sagen, wenn sich etwas für dich oder dein Kind nicht stimmig anfühlt. Dein Bauchgefühl hat in meiner Praxis einen wichtigen Platz.

Meine Haltung in der Arbeit mit Shonishin

In meiner Arbeit mit Shonishin geht es nicht nur um Technik, sondern um eine Haltung:

  • Bindungsorientiert: Dein Kind behält dich als sicheren Anker. Ich arbeite immer mit euch als Team.
  • Fein dosiert: Lieber weniger und gut dosiert als zu viel. Hochsensible oder belastete Babys brauchen besonders zarte und nur wenige Impulse.
  • Transparent: Du weißt, was ich tue und warum. Ich erkläre alle Schritte und deine Beobachtungen in verständlicher Sprache, wenn Du es möchtest.
  • Komplementär: Wo klare medizinische Fragen bestehen, verweise ich an Kinderärzt:innen – Shonishin ist eine Ergänzung zur Schulmedizin, kein Ersatz.

Für wen eignet sich Shonishin – und wo sind Grenzen?

Gut geeignet ist Shonishin, wenn:

  • dein Baby oder Kleinkind unter Regulations‑ und funktionellen Beschwerden leidet
  • ihr euch eine sanfte, ganzheitliche Methode zur Behandlung der Beschwerden wünscht
  • du offen bist für einen ganzheitlichen Blick aus TCM, TJM und bindungsorientierter Eltern‑Baby‑Arbeit

Zuerst zum Kinderarzt oder zur Kinderärztin solltest du immer dann gehen, wenn:

  • dein Kind hohes Fieber, starke Schmerzen oder akute Symptome hat
  • sich Atmung, Bewusstsein oder Verhalten plötzlich deutlich verändern
  • du unsicher bist, ob die Beschwerden „harmlos“ sind

In solchen Fällen kann Shonishin später begleitend eingesetzt werden, wenn die Beschwerden ärztlich abgeklärt sind.

Shonishin in Paderborn: Wie geht es weiter, wenn du es ausprobieren möchtest?

Wenn du das Gefühl hast, du möchtest Shonishin für dein Baby oder Kleinkind als Methode ausprobieren, kannst du:

  • einen Ersttermin in meiner Praxis in Paderborn vereinbaren
  • oder vorab in einem kostenlosen Info-Gespräch, per Videocall oder in Präsenz (15 Minuten), mit mir klären, ob der Einsatz von Shonishin für die Beschwerden deines Kindes sinnvoll ist
  • vorab all deine Fragen zur Methode stellen

Gerade bei Babys ist es oft hilfreich, frühzeitig auf die Signale des Körpers zu reagieren und ihnen sanfte Unterstützung zu geben.

Auf meiner Angebotsseite zu SHONISHIN findest du alle Informationen zu Ablauf, Dauer, Kosten sowie die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme und Terminvereinbarung.

Herzlichst,

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Almut

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Weitere Blogartikel:

3 Übungen für angespannte Eltern & unruhige Babys

Heraus aus der Anspannung – Kleine Körperübungen für dich, die auch deinem Baby gut tun

Beitrag erstellt von Almut Reineke, Hebamme, Heilpraktikerin & EEH-Eltern-Baby-Therapeutin

Immer „auf Hab-acht“

Vielleicht kennst du dieses Gefühl: Dein Baby ist endlich ruhig, aber in dir läuft alles weiter auf Hochspannung. Du merkst, wie du innerlich ständig „auf Hab-acht“ bist, als würdest du auf den nächsten Alarm warten. Wirklich zur Ruhe kommst du kaum.
Genau hier möchte ich dich abholen.

Wenn du als Mutter oder Vater entspannter wirst, ist das kein Luxus. Es ist ein Geschenk – für dich und für dein Baby. Denn der Zustand deines Nervensystems ist mitentscheidend für das Sicherheitsgefühl deines Kindes:

Wenn du mehr Boden unter den Füßen spürst, kann auch dein Baby leichter zur Ruhe kommen.

In diesem Artikel zeige ich dir kleine, alltagstaugliche Körperübungen, die ohne besonderes Vorwissen funktionieren und sich gut in deinen Tag einbauen lassen. Es geht nicht um Perfektion, sondern um erste, machbare Schritte.

Warum dein Körper der wichtigste Ort der Beruhigung für dein Baby ist

Babys regulieren sich über den Körper und das Nervensystem ihrer Bezugspersonen. Sie spüren:

  • Wie du atmest
  • Wie angespannt oder weich dein Körper ist
  • Wie sich dein Blick und deine Stimme sich anfühlen

Wenn du sehr gestresst bist, versucht dein Nervensystem dich zu schützen – oft, indem es in Alarm geht:

  • Herzklopfen
  • flacher Atem
  • innere Unruhe
  • Gedankenkreisen

Dein Baby ist feinfühlig und nimmt diese Spannung ebenfalls wahr.

Die gute Nachricht:
Du musst nicht „perfekt entspannt“ sein, damit dein Baby sich sicher fühlt. Es reicht, wenn du Schritt für Schritt lernst, immer wieder ein bisschen mehr Boden unter den Füssen, einen entspannteren Atem oder/und mehr innere „Weichheit“ zu bekommen.

Genau dabei helfen dir die folgenden kleinen Übungen.

Grundprinzipien für alle Übungen

Bevor wir starten, ein paar wichtige Leitlinien:

  • Nichts muss perfekt sein.
    Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Schon ein kleiner Moment von „einmal durchatmen“ macht einen Unterschied.

  • Lieber kurz und öfter als lang und selten.
    10–30 Sekunden können viel bewirken – vor allem, wenn du sie mehrmals am Tag einbaust.
    Halte durch!

  • Dein Körper hat das letzte Wort.
    Wenn sich etwas unangenehm anfühlt, passe es an oder lass es weg. Du entscheidest, was gerade gut tut.
    Bleib dran!

  • Alles darf unbemerkt sein.
    Die meisten Übungen kannst du im Alltag machen: beim Stillen, Tragen, am Wickeltisch, auf dem Sofa. Niemand muss sehen, dass du gerade „übst“.

Übung 1 – Ankommen im Hier & Jetzt

Diese Übung hilft dir, buchstäblich wieder
Boden unter den Füßen zu spüren – auch wenn du dein Baby auf dem Arm hast.


So kannst du vorgehen:

  1. Spüre deine Füße
    Egal ob du sitzt oder stehst oder gehst: Richte deine Aufmerksamkeit auf deine Fußsohlen.
    Wie liegen sie auf?
    Was spürst Du genau?
    Wärme? Härtegrad? Was in der Tiefe?

  2. Lass dein Körpergewicht etwas in den Boden sinken
    Stell dir vor, du darfst ein bisschen mehr in den Boden „einsinken“.
    Du musst dafür nichts tun – eher im Gegenteil: ein klein wenig nachgeben.

  3. Nimm Deinen Atem wahr
    Du musst deinen Atem nicht verändern.
    Nimm nur wahr, wie die Luft ein- und ausströmt.
    Vielleicht spürst du, wie sich dein Brustkorb oder dein Bauch bewegt.
    Nur beobachten, nicht bewerten!

  4. Ein innerer Satz zur Unterstützung
    Du kannst dir leise sagen:
    „Der Boden trägt mich.“
    oder
    „Erstmal Durchatmen und zur Ruhe kommen.“
    Was ist dein Satz für diese Übung?

Übung 2 – Atmen, ohne Mühe

Viele Menschen kennen Atemübungen, die sie eher noch unter Druck setzen: „Ich muss jetzt tief und richtig atmen.“ Diese Übung ist anders. Es geht darum, den Atem einfach wohlwollend zu beobachten.


So kannst du vorgehen:

  1. Dein Baby auf deinen Bauch legen
    Das geht mit Baby in der Trage, im Bett oder auf dem Sofa – oder – wie und wo auch immer…
    Wenn dein Baby stattdessen neben dir liegt, leg einfach eine Hand auf deinen Bauch, wenn das geht.

  2. Nur beobachten, nicht verändern
    Spüre, wie sich dein Bauch beim Einatmen hebt und beim Ausatmen senkt.
    Die Bewegung darf ganz klein und unspektakulär sein.
    Wie schmiegt sich dein Bauch bei der Einatmung an dein Baby/deine Hand an?

  3. Denk innerlich mit, wenn es dir hilft
    Zum Beispiel:
    Einatmen –> innerlich: „Anschmiegen”
    Ausatmen –> innerlich: „Loslassen”
    Finde eigene angenehme, entspannende Worte, die zu Dir passen.
    Wiederhole es über mehreren Atemzügen.

  4. Finde einen unterstützenden Satz, der dein „Herz öffnet„:
    Du kannst dir und deinem Baby sagen:
    „Ich bin für dich da.“
    oder
    „Alles ist gut“
    oder was passt für dich am Besten?

Wenn du merkst, dass du dich dabei eher verspannst, lass das Zählen weg und bleib einfach bei dem Gefühl, dass Luft ein und wieder ausströmt.

Übung 3 – Mikro-Pausen im Alltag

Gerade im ersten Babyjahr sind lange Pausen oft unrealistisch. Umso wertvoller sind
Mini-Momente, in denen dein System kurz aufatmen darf.


Typische Gelegenheiten:

  • Du wartest, bis das Wasser für den Tee kocht
  • Du stehst am Wickeltisch
  • Du sitzt auf dem Sofa, während dein Baby trinkt
  • Du lehnst im Türrahmen und schaust kurz aus dem Fenster
  • oder….was fällt dir spontan dazu ein?

Mögliche Mikro-Pause:

  1. Lass deine Schultern sinken
    Stell dir vor, du streifst eine Last ab. Vielleicht magst du bewusst dabei ausatmen.

  2. Entspann deinen Kiefer
    Öffne den Mund einen Spalt und bewege den Unterkiefer ein wenig hin und her.
    Wir „beißen“ uns häufig bei Stress durch den Tag und halten dort sehr viel Anspannung fest.

  3. Erlaube dir zu seufzen
    Ein gehauchtes „Haa…“ beim Ausatmen kann den Brustkorb ein Stück weicher machen.
    Es darf ganz unauffällig sein.

  4. Blick ins „Übermorgen“
    Wenn möglich, schau für einen Moment aus dem Fenster: Himmel, Bäume, ein Hausdach oder zum Horizont ohne Fokus, ohne Intention.
    Dein Nervensystem mag „Weite“.

Schon 15 Sekunden solcher Mini-Pausen mehrmals am Tag können einen deutlich spürbaren Unterschied machen.

Was sich mit der Zeit verändern kann

Diese kleinen Übungen sind keine Zaubertricks. Sie nehmen dir nicht all die Herausforderungen des Alltags mit deinem Baby ab. Aber sie können:

  • Deine innere Anspannung Stück für Stück senken
  • Dir helfen, in schwierigen Momenten ruhiger und entspannter zu bleiben
  • Die Momente von Nähe zwischen dir und deinem Baby stärken

Oft berichten Eltern, dass sie:

  • wieder besser entspannen können
  • weniger Grübeln in Ruhephasen
  • ihr Baby feiner wahrnehmen können, wenn sie sich selber besser spüren

Es darf langsam gehen. Jeder kleine Schritt zählt.

Manchmal merkst du vielleicht:

„Ich probiere solche Dinge – und trotzdem komme ich kaum noch aus der Überforderung heraus.“

Dann kann es ein wichtiger, mutiger Schritt sein, dir begleitende Unterstützung zu holen. In der Emotionellen Ersten Hilfe (EEH) schaue ich mit dir gemeinsam:

  • Was dein Nervensystem gerade so unter Druck setzt
  • Welche alten Erfahrungen vielleicht mitklingen
  • Wie du Schritt für Schritt wieder in eine spürbare innere Sicherheit kommen kannst
  • Wie du dein Baby auch in schwierigen Momenten halten und co-regulieren kannst

Du musst nicht warten, bis gar nichts mehr geht.

Du darfst dir Hilfe holen, damit du wieder mehr Luft, Vertrauen in deine Kompetenz und Zuversicht bekommst.

Du möchtest mehr erfahren?

Einen Online-Vortrag zum Thema Babyweinen: KEINE ANGST VOR BABYTRÄNEN

Kurse findest Du hier: ELTERN-KIND-KURSE

hier kannst Du Dich über die Schreiambulanz informieren: SCHREIAMBULANZ

Herzlichst,

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Almut

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5 wichtige Punkte zur Begleitung eines Schreibabys

Wenn dein Baby weint

5 Dinge, die du wissen solltest

Beitrag erstellt von Almut Reineke, Hebamme, Heilpraktikerin & EEH-Eltern-Baby-Therapeutin

Liebe Eltern, liebe Mama, lieber Papa,

wenn dein Baby weint und du dich hilflos fühlt – dann bist du hier richtig.
Babyweinen ist eines der intensivsten und herausforderndsten Themen in den ersten Lebensmonaten. Es kann dich an deine Grenzen bringen, dich zweifeln lassen und eine Stressspirale in Gang setzen, die den ganzen Alltag bestimmt.

Die gute Nachricht: Du bist nicht allein. Und du kannst lernen, dein Baby auch in diesen Momenten sicher zu begleiten.

In diesem Artikel erfährst du fünf grundlegende Dinge über Babyweinen, die dir helfen werden, mehr Sicherheit und Ruhe zu gewinnen.

1. Weinen ist Kommunikation

Babys weinen nicht, um dich zu ärgern oder zu manipulieren. Weinen ist Teil ihrer Sprache. Es ist die Art und Weise, wie sie dir mitteilen, dass etwas nicht stimmt – dass sie Hunger haben, müde sind, sich unwohl fühlen oder einfach nur deine Nähe brauchen.

Manchmal weinen Babys auch, um Anspannung abzubauen. Genauso wie wir Erwachsenen manchmal weinen müssen, um Stress loszulassen, brauchen auch Babys diese Form der Entladung. Das bedeutet nicht, dass du versagt hast – im Gegenteil: Dein Baby zeigt dir, dass es dir vertraut.

Was du tun kannst:

  • Nimm das Weinen nicht persönlich
  • Bleibe präsent und zugewandt, auch wenn du nicht sofort eine Lösung hast
  • Sage dir und deinem Baby : „Ich bin für Dich da. Ich höre Dir zu.“

2. Dein Körper ist wie eine Sicherheitsstation für dein Baby

Babys regulieren sich über den Körper ihrer Bezugspersonen. Wenn du ruhig und geerdet bist, spürt dein Baby das – und kann sich leichter beruhigen. Wenn du selbst gestresst bist, überträgt sich das ebenfalls.

Das klingt erst mal nach Druck – aber es ist auch eine Einladung: Sorge für dich selbst, um für dein Baby da sein zu können. Spüre dich selbst – dann spürt dich dein Baby!

Eine der wichtigsten Techniken, die ich Eltern vermittle, ist der Fokus auf den eigenen Körper. Sie hilft dir, in stressigen Momenten wieder in deine eigene Ruhe zu kommen – und diese Ruhe dann an dein Baby weiterzugeben.

Was du tun kannst:

  • Nimm den Kontakt deiner Füße zum Boden wahr.
  • Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper, wo kannst Du Spannung loslassen und nachgeben?
  • Beobachte deinen Atem.
  • Spüre, wie sich dein Bauch beim Einatmen hebt und beim Ausatmen senkt
  • Wiederhole das mehrmals, wenn du im Kontakt mit deinem weinenden Baby bist.
  • Erinnere dich: „Ich bin die Sicherheitsstation für mein Baby.“

3. Nicht jedes Weinen braucht sofort eine Lösung

Es ist völlig natürlich, dass du als Elternteil sofort reagieren möchtest, wenn dein Baby weint. Aber manchmal ist es hilfreicher, erst einmal präsent zu bleiben und zu beobachten, bevor du aktiv wirst.

Babys brauchen manchmal einfach nur deine ruhige Anwesenheit – kein Schaukeln, kein Wippen, kein ständiges Wechseln der Position. Sie brauchen das Gefühl: „Mama/Papa ist da. Ich bin sicher. Ich darf fühlen, was ich fühle.“

Das bedeutet nicht, dass du dein Baby schreien lassen sollst. Es bedeutet, dass du lernst, zwischen verschiedenen Arten des Weinens zu unterscheiden – und entsprechend zu reagieren. Es bedeutet, du begleitest dein Baby in seiner Not, ohne dich von den Gefühlen mitreißen zu lassen.

Was du tun kannst:

  • Halte inne, bevor du sofort aktiv wirst
  • Frage dich: „Was brauche ich gerade, um in meinem Körper präsent zu bleiben“
  • Bleibe in Kontakt – durch Blickkontakt, sanfte Berührung, ruhige Stimme
  • Vertraue darauf, dass du die richtige Antwort findest

4. Zu viel Stress und Überforderung sind Zeichen, dass du Unterstützung brauchst

Wenn dein Baby viel weint und du dich zunehmend gestresst, erschöpft oder sogar hilflos fühlst – dann ist das kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen dafür, dass die Situation gerade sehr fordernd ist.

Viele Eltern geraten in eine Stressspirale: Das Baby weint, die Eltern werden gestresst, das Baby spürt den Stress und weint noch mehr. Diese Spirale zu durchbrechen, ist oft ohne professionelle Unterstützung schwierig.

Es macht absolut Sinn, sich Hilfe zu holen – sei es in Form eines Kurses, einer Beratung oder einer therapeutischen Begleitung. Du musst das nicht alleine schaffen.

Was du tun kannst:

  • Erkenne an, dass du gerade an deine Grenzen kommst
  • Hole dir Unterstützung – von Partner:in, Familie, Freund:innen oder Fachleuten
  • Gib dir selbst Mitgefühl: „Ich tue mein Bestes. Und es ist okay, Hilfe anzunehmen.“

5. Du kannst lernen, dein Baby zu „lesen“

Es gibt eine Sprache, die Babys sprechen – und die du lernen kannst. Diese Sprache besteht aus kleinen Signalen: Wie bewegt sich dein Baby? Wie atmet es? Wie ist seine Muskelspannung? Wann ist es offen für Kontakt – und wann braucht es eine Pause?

Wenn du lernst, diese Signale zu erkennen, gibt dir das mehr Sicherheit. Du lernst dein Baby in allen Situation sicher und empathisch zu begleiten ohne Angst vor den Babytränen zu haben.

In meinen Kursen und Beratungen zeige ich Eltern genau, worauf sie achten können – und wie sie mit ihrem Baby in einen sicheren, entspannten Dialog kommen.

Was du tun kannst:

  • Beobachte dein Baby, wenn es ruhig ist
  • Beobachte, wie es dir und deinem Körper gerade geht. Was spürst Du, was kannst Du wahrnehmen?
  • Lerne, präsent zu sein in deinem Körper, während du dein Baby beobachtest. Das lockt dein intuitives Eltern-Wissen und stärkt deine Kompetenz
  • Vertraue darauf, dass du die Expertin/der Experte für dein Baby bist

Du möchtest mehr erfahren?

Kurse findest Du hier: ELTERN-KIND-KURSE

hier kannst Du Dich über die Schreiambulanz informieren: SCHREIAMBULANZ

Literaturempfehlung: „Keine Angst vor Babytränen“ , Thomas Harms, 2019, Psychosozial Verlag GbR